Die Prugger Krippe der Pfarrei St. Peter in Wenzenbach
Die Prugger Krippe der Pfarrei St. Peter in Wenzenbach

Aktuelles

Die Krippe wird am 24. Dezember 2018 wieder ausgestellt und kann dann bis zum 2. Februar 2019 besichtigt werden.

 

Während der Ausstellung sind Krippenführungen gegen eine Aufwands-entschädigung auf Anfrage möglich.

 

Kostenlose Krippenführung ohne Anmeldung voraussichtlich am

25. Dezember 2018

um 15:00Uhr (Änderungen vorbehalten).

Figuren

Anzahl der Figuren

Zur Zeit von Pfarrer Brumbach umfasste die Krippe 25 Figuren: die heilige Familie mit Ochs und Esel; die Könige mit Soldat und Dromedar; sowie fünf Hirten, neun Schafe und einen Engel.

Der Hauptteil davon stammt wohl von Luis Prugger. Nicht von Prugger ist das Jesuskind, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt um keine Grödner Arbeit handelt. Ebenso dürften auch die alten neun Schafe nicht im Grödnertal entstanden sein.

Nicht untersucht wurde bisher die Herkunft von Ochs, Esel und Dromedar. Von den alten Schafen sind drei verloren gegangen. 2012 wurden deshalb sechs neue Schafe angefertigt. 2014 folgten dann die letzten drei, sodass die Krippe seit Weihnachten 2014 wieder 25 Figuren umfasst.

Positionierung der Figurenpaare

 

Eine Besonderheit der Wenzenbacher Kirchenkrippe liegt darin, dass Prugger seine Figuren alle paarweise und spiegelbildlich zueinander geschnitzt hat, wodurch jede eine bestimmte Position inne hat, die nicht verändert werden kann.

 

Bei den meisten Krippen ist es ja so, dass Maria und Josef sowie Ochs und Esel einander gegenüber stehen, während die anderen Figuren relativ frei positioniert werden können. Bei der Wenzenbacher Prugger Krippe aber sind alle Figuren, auch die Könige und Hirten paarweise zueinander geschnitzt. Außerdem haben alle Figuren eine dem Betrachter zugwandte Vorderseite und eine von diesem abgewandte Rückseite.

 

Daraus ergibt sich nun, dass die Königsgruppe links und die Hirtengruppe rechts stehen muss. Auch die Reihenfolge der einzelnen Figuren ist genau vorgegeben. Der alte kniende Hirt bildet die Gegenfigur zum alten knienden König; der bärtige stehende Hirt der Anbetung bildet die Gegenfigur zum stehenden bärtigen König; der bartlose stehende Hirt der Anbetung bildet die Gegenfigur zum bartlosen Mohrenkönig (siehe Abb. unten); der Hirt mit dem Stab bildet die Gegenfigur zum Soldaten mit der Lanze; der Hirt mit dem Dudelsack schließlich bildet die Gegenfigur zum Dromedar.

 

Die Folge daraus ist eine immer gleiche, symmetrische und damit relativ starre Aufstellung, die in einem spannenden Gegensatz zur sonst so lebendigen Bewegtheit der Schnitzerei steht.

 

Gruppierung der Figuren

 

Die 25 Figuren der Krippe sind in vier Figurengruppen eingeteilt.

 

Im Zentrum steht die Stallgruppe bestehend aus der Heiligen Familie, dem Ochsen und dem Esel sowie dem Engel, insgesamt also sechs Figuren.

 

Auf der - vom Betrachter aus gesehen - linken Seite steht die Königsgruppe bestehend aus den Königen sowie dem Soldat und dem Dromedar, insgesamt also fünf Figuren.

 

Auf der rechten Seite steht die Hirtengruppe, die aus fünf Hirten besteht.

 

Damit das harmonische Gleichgewicht dieser drei Figurengruppen zueinander nicht gestört wird, stehen die Schafe nicht direkt bei den Hirten. Stattdessen werden sie als eigenständige, vierte Gruppe im Vordergrund arrangiert.

 

Harmonisches Gesamtbild

Die Hauptfiguren der Krippe sind in drei Gruppen aufgebaut und stehen genau spiegelbildlich zueinander. Außerdem ist jede der drei Gruppen gleich groß und umfasst fünf bzw. sechs Figuren. In jeder der drei Gruppen gibt es eine kniende Figur und eine Figur mit einem Stab. Außerdem gibt es zwölf Menschen und ebenso viele Tiere. Die Gruppe der Schafe besteht aus neun Figuren, vier liegende und fünf stehende. Sie bilden heute eine unregelmäßige vierte Gruppe im Vordergrund und stehen damit in reizvollem Kontrast zu der strengen Ordnung der anderen Hauptfiguren.

 

Weihnachten 2014 (erstmals mit allen 25 Figuren)

Trotzdem nicht alle Figuren aus der Hand eines einzigen Schnitzers stammen und obwohl überhaupt nicht gesichert ist, mit wievielen Figuren die Prugger-Krippe ursprünglich gedacht war, bilden die 25 Figuren heute doch ein harmonisches und gleichzeitig reizvoll spannendes Gesamtbild, das nachgerade zur tieferen Betrachtung einlädt.

 

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