Die Prugger Krippe der Pfarrei St. Peter in Wenzenbach
Die Prugger Krippe der Pfarrei St. Peter in Wenzenbach

Aktuelles

Die Krippe wird am 24. Dezember 2018 wieder ausgestellt und kann dann bis zum 2. Februar 2019 besichtigt werden.

 

Während der Ausstellung sind Krippenführungen gegen eine Aufwands-entschädigung auf Anfrage möglich.

 

Kostenlose Krippenführung ohne Anmeldung voraussichtlich am

25. Dezember 2018

um 15:00Uhr (Änderungen vorbehalten).

Die Königsgruppe

Diese Gruppe besteht aus insgesamt fünf Figuren: kniender König, stehender König, Mohrenkönig, Soldat und Dromedar. Sie stehen (vom Bertrachter aus gesehen) auf der linken Seite und bilden die Gegenfiguren zur Gruppe der Hirten.

 

In der Krippe sind die Heiligen Drei Könige traditionell Allegorien der Kontinente Europa, Afrika und Asien. Damit soll verdeutlicht werden, dass die ganze Welt dem Christuskind huldigt. Etwas weniger bekannt ist, dass die drei Könige immer die drei Lebensalter des Menschen symbolisieren. Deshalb wird in der Kunst der kniende König als Greis, der stehende König als Mann und der Mohrenkönig als Jüngling dargestellt.

Kniender König (Melchior)

Der kniende König bildet die Gegenfigur zum knienden Hirten. Wie dieser ist er als alter Mann mit langem Bart dargestellt und symbolisiert das Greisenalter.

 

Prugger hat dem alten König ein unglaublich ausdrucksstarkes Gesicht verliehen. Der Blick des Königs scheint vollkommen in den Anblick des Kindes versunken zu sein. Die goldene Krone hält er so, als hätte er dieses wertvolle Geschenk - jetzt wo er angekommen ist - vollkommen vergessen. Alles was für ihn zählt ist das Kind, dem er huldigt.

 

Als Ältester ist dieser König weise genug um zu verstehen, dass dieses scheinbar arme und hilflose Kind in der Krippe, wahrlich das gesuchte göttliche Königskind ist.

 

Stehender König (Balthasar)

Der stehende König bildet die Gegenfigur zum Hirt mit den gefalteten Händen. Wie dieser ist er als Mann mit kurzem Bart dargestellt und symbolisiert das Mannesalter.

 

Ganz anders wie beim alten König ist die Körpersprache des stehenden Königs. Ihm hat Prugger eine zögerliche Körperhaltung und einen skeptischen Gesichtsausdruck verliehen. Der König steht aufrecht, steif und abwartend da. Sein Blick ruht nicht auf dem Kind. Vielmehr scheint er auf die Heilige Familie und die armen Hirten gerichtet. Sein Geschenk, eine goldene Schatulle, hält er noch zurück.

 

Er ist jünger als der greise König und scheint noch zu zweifeln ob hier, an diesem ärmlichen Ort bei diesen armseligen Menschen wirklich das gesuchte Königskind zu finden sein kann.

 

Mohrenkönig (Caspar)

Der Mohrenkönig bildet die Gegenfigur zum Hirt mit den Früchten. Wie dieser ist er als bartloser Jüngling dargestellt und symbolisiert die Jugend.

 

Die Skepsis, die sich schon beim stehenden König zeigte, drückt sich nun vollkommen in der Körpersprache des Mohrenkönigs aus. Der noch unerfahrene Jüngling scheint mitten in der Gehbewegung zurückzuschrecken. Seinen Kopf hat er leicht erhoben. Sein Blick ruht auf dem Gesamtbild der ärmlichen Hütte und der armen Leute. Von Zweifel erfüllt scheint er sein wertvolles Geschenk, einen silbernen Pokal, behalten zu wollen. "Ein König der in einem Stall geboren wird", scheint er zu fragen. "Kann dieses Kind in der Krippe das gesuchte Königskind sein?" Als der jüngste und unerfahrenste der drei Könige begreift er das wundersame Geschehen der Heiligen Nacht noch nicht. Er ist noch nicht ganz angekommen.

 

Soldat & Dromedar

Der Soldat bildet die Gegenfigur zum Hirt mit Stab und Hut. Das Dromedar ist die Gegenfigur des Hirten mit dem Dudelsack.

 

Während der Hirt mit dem Stab und Hut seine Schauseite vom Betrachter abwendet (siehe dort), ist die Schauseite des Soldaten dem Betrachter zugewandt. Die Lanze lässt sich nicht mehr in die Hand des Soldaten einlegen. Die Lanzenspitze ist mehrfach abgebrochen und wieder angeklebt worden.

 

Die Herkunft des Dromedars ist bisher nicht untersucht worden. Im Moment darf aber wohl davon ausgegangen werden, dass das Dromedar passend zum Soldaten angefertigt worden ist, es sich also um eine Grödner Arbeit handelt. Fraglich ist aber ob das Dromedar von Prugger selbst oder einem anderen Schnitzer stammt.

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